Matthias Jügler liest aus “Raubfischen”

Termin: Mittwoch, 11.  März 2015 | 19:30
Ort: Roter Salon  
Mozartstr. 10   Halle ( Saale)

Eintritt: 6 € / erm. 4 €

Matthia600018180s Jüglers Debutroman atmet die weite Skandinaviens und berichtet in klarer geschliffener Sprache von Familie, Ferien und einer Krankheit. Raubfischen ist die Geschichte eines Abschieds und eines Aufbruchs, es erzählt von der Einsicht, dass es kein Richtig oder Falsch, kein Gut oder Böse gibt, aber auch, dass der Tod ein Gegner ist, mit dem man es aufnehmen kann.

Matthias Jügler ( geb. 1983 ), studierte in Halle, Leipzig und Oslo. Nachseinem Master-Abschluss am DLI in Leipzig erhielt er mehrere Nominierungen, Auszeichnungen und Stipendien. Romandebut 2015 bei Aufbau.

Foto: Sebastian Komnick

 

Interview mit dem Autor:

Sie haben wesentliche Teile Ihrer Kindheit und Jugend in Halle verbracht. Muss man diese Stadt zwingend verlassen, wenn man ein Schriftsteller werden will ?

Nein, aber seinen Horizont zu erweitern kann sicher nicht schaden. Ich wollte unbedingt die Welt meiner Kindheit und Jugend verlassen – deswegen der Schritt raus aus Halle. Das Studium am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig war schon sehr wichtig für mich. Plötzlich triffst du da überall Menschen, die auch schreiben. Da entstand sehr schnell eine ganz andere Art von Zugang. Das war neu für mich, und aufregend. So etwas kannte ich aus Halle nicht.

In Ihren Texten,und in Ihrer Vita nimmt Skandinavien neben ihren regionalen Wurzeln offenbar ein wichtigen Platz ein. Woher rührt diese Nähe zum europäischen Norden und inwiefern prägt sie den Blick und die Sprache ?

Diese Frage habe ich mir schon oft gestellt: Warum Skandinavien. Es scheint da etwas zu geben, das mich fasziniert, und zwar anhaltend. Ich bin in der Silberhöhe aufgewachsen, in einem Plattenbau am Anhalter Platz. Wir sind fast jeden Sommer für zwei Wochen nach Schweden gefahren. Immer derselbe See, immer dieselbe Hütte. Im Prinzip war das schon so gut wie unsere Hütte. Jede Heimfahrt war für mich ein kleines Desaster: Warum können wir nicht einfach hier wohnen? Warum muss ich wieder in die Silberhöhe, die Schule, etc. Mich hat das damals als Zwölfjähriger so wahnsinnig beeindruckt, dass es noch etwas ganz anderes gibt als Plattenbauten und die Poliklinik …

Meine Sprache soll vor allem eins sein: klar. Ich denke aber nicht, dass meine Nähe zum Norden meine Sprache prägt.

Nach dem Literaturstudium, jeder Menge Nominierungen und Stipendien ist nun Ihr Debutroman erschienen. Lässt sich so ein Bilderbuchstart ins Autorendasein eigentlich bewusst ansteuern ?

Vielleicht ist das gängige Bild vom Schriftsteller dieses: Jemand schreibt, kommt über eine glückliche Fügung an den richtigen Verleger und wird Schriftsteller. So ist es aber in der Regel nicht. Die Verlage verfolgen sehr genau, wer bei welchen Zeitschriften veröffentlicht und wer sich über die Jahre wie entwickelt. Es ist wichtig, präsent zu sein, fleißig zu sein. Das heißt nicht nur Texte zu produzieren sondern auch Bewerbungen für Stipendien zu schreiben, immer wieder abgelehnt zu werden, um dann beim fünfzehnten Mal doch genommen zu werden. Und am Ende braucht man vor allem auch Glück.

 
Begreifen Sie sich als Teil einer bestimmten Generation ? Welche zeitgenössischen oder historischen Autoren waren für sie prägend bzw. sind Ihnen im Moment besonders wichtig ?

Nein, ich begreife mich nicht als Teil einer bestimmten Generation. Man möchte ja immer gerne pauschalisieren. Die Autoren, die ich persönlich kenne, schreiben aber alle sehr unterschiedlich.

Ich lese zurzeit so gut wie alles, vor allem neue Literatur. Früher habe ich das nie gemacht, da gab es Gogol, Hesse, Salinger, etc., da haben mich neue Sachen nicht die Bohne interessiert. Momentan kann ich mir aber nichts Besseres vorstellen, als Literatur zu lesen, die erst vor wenigen Monaten oder Jahren geschrieben wurde. Mit welchem Blick sieht da wer die Welt? Das finde ich spannend.

 Ihr momentaner Lebensmittelpunkt ist Leipzig. Ist diese Wahlheimat auch eine inspirierende literarische Quelle für Sie – oder anders gefragt: Können wir auch mit einem Leipzig-Roman von Ihnen rechnen ?

Inspirierend ist Leipzig schon allein deshalb weil es hier ein sehr großes literaturaffines Umfeld gibt. Aber ein Leipzig-Roman – das steht momentan eher nicht an.

 

(  Das Interview führte Jörg Wunderlich )

 

 

Termin: Donnerstag, 19. Februar 2015 | 20:00
Ort: Roter Salon  
Mozartstr. 10   Halle ( Saale)

Plakatweiße kästenx

Da trifft so einiges aufeinander. Töne auf Texte, Melancholisches auf Frohes, zwei Autoren auf eine Musikerin und das beinahe zufällig.

Katrin Rux liest von zwei einsamen Reisenden, die in Paris eine Schokolade trinken, deren Sahnehaube größer ist als ein Eisberg im Atlantischen Ozean.
Anna Maria Zinke braut Sounds. Unsichtbar fügen sie sich mit den Texten von Katrin Rux zu einem Klangstück zusammen. Das als Live-Hörspiel konzipierte Format unter dem Titel „Du und Ich ein Zufallspaar” geht über das Erfahrbare einer Wasserglaslesung hinaus.
Dazu mischt Dirk Fehse, der lieber stillen Rum als Sprudelwasser mag, seinen „Dichterscheiß”.

Zwischen Wasserglaslesung und Klangcollage werden die drei Künstler ihr Literaturexperiment vorstellen. Warum nicht rumkommen?

 

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Paula Liwa: Lesekonzert

Termin: Freitag, 13. Juni 2014 | 21:00
Ort: Roter Salon  
Mozartstr. 10   Halle ( Saale)

Ob Gespenster, fliegende Kinder, Spurenverlierer oder sehnsüchtig im Moment Verharrende – sie alle stolpern durch die Lieder und Geschichten von Paula Liwa.

Die Berliner Songpoetin singt, erzählt, ruft oder flüstert und begleitet sich dabei selbst an Kontrabass, Loopstation oder Glockenspiel. Mit ihrem Soloprogramm entführt sie ihr Publikum in eine eigene Welt aus Worten, Musik, Klang und Geräusch. Dabei kann es absurd und abgründig zugehen, melancholisch verträumt oder lyrisch berauscht.

Paula Liwa

www.paula-liwa.de

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“Kaléko Poems” Ein Abend mit Texten und Chan[songs] von Mascha Kaleko

9. Mai 2014 um 21 Uhr
Ort: Roter Salon Halle | Mozartstr. 10

Eintritt: 10 € / erm. 8 €

Frisch verliebt oder getrennt, von Existenzangst geplagt oder strotzend vor Lebensmut. Mascha Kaléko, oft als „weiblicher“ Kästner bezeichnet, antwortet nicht, sondern sucht fleißig nach dem Widerspruch. Die Schauspielerin und bekennende „Diplom-Großfresse“ Friederike Ziegler und der Musiker Siegfried von der Heide haben ihrer zeitlosen Großstadtlyrik einen Schuss Lou Reed-Sound verpasst und sie so „ins 21. Jahrhundert geholt“ ( Leipziger Volkszeitung ).

Kaleko

Ausschnitt anhören:
KalekoPoems_Trailer2

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Verlagshaus-J-Frank_Vorschau-F_2014

Alexander Greff liest aus “Kebehsenuf”

Termin: Montag, 17. März 2014 | 19:30
Ort: Roter Salon  
Mozartstr. 10   Halle ( Saale)

Literatur oder Leben? Traum oder Alltag? Die Figuren in Alexander Graeffs neuen Erzählungen sind alle auf eine entrückt: Sonderling, Exzentriker, der sich normierten Lebensläufen verweigert. Da ist der Urlauber in Cefalù, der sich ungewollt auf Beziehungskonstellationen einlässt, die er nicht durchschauen kann. Adam Kardamom, der nur in Briefen an seine Schwester Lili eine Möglichkeit zur Kommunikation findet. Adrina, die sich in Prag auf die Suche nach Sprache begibt. Ein Melancholieschleier hängt über der Welt, die Alexander Graeff in seinen Erzählungen entwirft – eine Melancholie, die Vergangenheit, Kindheit und verlorenes Glück heraufbeschwört. Nach Süditalien, Prag, Warschau, Ägypten und Griechenland verschlägt es die weltläufigen Einzelgänger dieser Erzählungen. Verbindendes Element ist stets eine Sehnsucht: nach der verlorenen familiären Herkunft, nach anderen Menschen, nach einem eigenen Wort für das Selbst. Graeffs Erzählungen sind auch als philosophische Versuchsanordnungen zu begreifen, in denen das Scheitern zum Prinzip erhoben wird. Denn die Flucht aus dem Leben gelingt nicht immer, man kann nur versuchen, zu verstehen, was die Menschen, die man hier kennenlernt, umtreibt. Indem Graeff an seinem literarischen Personal durchspielt, was hätte sein können, wo das Leben schief geht, vergewissert er sich nicht zuletzt gegen alle falschen Vorstellungen darüber, dass es gerade die Bruchstellen sind, an denen das Menschliche hell aufscheint.


Autoren-Porträ
Plakatt von Alexander Graeff

Alexander Graeff, 1976 geboren, ist Schriftsteller und Philosoph. Grundlage seiner philosophischen Arbeiten ist eine konstruktivistische Weltauffassung, Themen sind meist existenzielle Lebenserfahrungen. Seine erzählende Prosa ist surreal. Graeff scheut sich nicht vor Literaturmischformen, Text-Bild Transformationen und transdisziplinärem Arbeiten.Alexander Graeff unternimmt dazu Ausflüge in Musik und Kunst. So sind bisher zahlreiche Kooperationen mit bildenden Künstlern, Illustratoren und Musikern entstanden. Er lebt und arbeitet als Autor und Dozent in Berlin.

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Volker H. Altwasser liest aus “Glückliches Sterben”

 

GluecklichesSterben_Altwass
Anlässlich der Leipziger Buchmesse liest Volker H. Altwasser in Halle aus seinem neuen Roman “Glückliches Sterben”, welcher parallel in mehreren Zeitebenen das Ringen zweier Schriftsteller um ihr letztes Werk beschreibt. Zum einen handelt es sich dabei um Bruno Frank, den Freund und Zeitgenossen von Thomas Mann und Lion Feuchtwanger, der wiederum als Protagonist des Buches selbst an einem Text über Nicolas Chamfort, den Romancier und Aufklärer aus der Zeit der französischen Revolution arbeitet und darüber stirbt.

Der Italo-Svevo-Preisträger Altwasser bewies erneut, dass er zu Recht den Preis für “ästhetische Eigenwilligkeit” verliehen bekam, denn er hatte den Mut, das Franksche Originalfragment nicht nur in seinen eigenen Text zu integrieren, sonderen es mit eigener Feder auch fortzuführen.

Altwasser vollendete dieses Langzeitprojekt während seines Stipendiaten-Aufenthaltes in der Villa Aurora – der kalifornischen Exilresidenz von Lion Feuchtwanger und Sterbeort von Bruno Frank.

»Ein bemerkenswert origineller Roman: Faszinierend komponiert, mal derb, mal poetisch, ergreifend und komisch. Ein großes Lesevergnügen.«Kristof Magnusson

“Entstanden ist ein übermütiger, dicht erzählter Roman, der die Biografien zweier großer Männer leichtfüßig verknüpft.”

Matthes & Seitz

TV-Bericht auf 3SAT zu Volker Altwasser: hier klicken

Das Buch bestellen können Sie HIER

 

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